Kurz vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen erreichen die Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder mit über 17.000 Teilnehmenden in ganz Deutschland ihren Höhepunkt.
Am 5. Dezember 2023 kam es im öffentlichen Dienst landesweit zu Arbeitsniederlegungen. Alleine in Düsseldorf beteiligten sich 15.000 Beschäftigte an Demonstrationszügen und einer zentralen Kundgebung vor dem Landtag, um ihre Forderung nach 10,5 Prozent, mindestens 500 Euro höheren Einkommen im Monat zu bekräftigen.
Der komba ortsverband Mülheim an der Ruhr war ebenfalls zahlreich bei der Demo in Düsseldorf vertreten.
Der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach sagte dort: „Der öffentliche Dienst ist elementar für unser Land. Keinesfalls darf er weiter auf Verschleiß gefahren werden. Das bedeutet: Wir brauchen echte Wertschätzung für die Kolleginnen und Kollegen – auch bei den Einkommen. Wir brauchen echte Bemühung um Nachwuchskräfte – auch durch garantierte Übernahme nach der Ausbildung. Kurzum: Wir brauchen Länderchefs, die ihrer Verantwortung und ihrer Fürsorgepflicht gerecht werden.“
Von Mittwochmittag (29.11.2023) bis Donnerstagmittag (30.11.2023) nahmen rund 800 Feuerwehrbeamt*innen aus ganz NRW bei der 24-Stunden-Mahnwache vor dem Düsseldorfer Landtag teil. Ihr Ziel: Nachdrücklich gegen die geplante Anhebung der Altersgrenze von 60 Jahren zu demonstrieren.
Unsere komba Kolleg*innen sind wieder aktiv in Berlin dabei. Vor Verhandlungsbeginn stellen sie noch einmal deutlich klar: "10,5 Prozent, mindestens 500 Euro Einkommenszuwachs" muss es in dieser TV-L-Runde sein.
„Hände weg von unserer Altersgrenze. Die 60 muss bleiben. Wir werden auf allen Wegen versuchen, diese nicht akzeptable Anhebung zu verhindern. Eine Wertschätzung gegenüber den Einsatzkräften sieht anders aus“, machte Valentino Tagliafierro, Vorsitzender des Fachbereiches Feuerwehr und Rettungsdienst der komba gewerkschaft nrw, deutlich, „Feuerwehrbeamt*innen arbeiten in 40 Jahren Einsatzdienst mit wöchentlich 48 Stunden Arbeitszeit mehr als 6 Jahre länger als vergleichbare Beamt*innen. Hinzu kommt das der Einsatzdienst körperlich und psychisch mehr als belastend ist. Diese Jahre hinterlassen Spuren. Viele können ihren Einsatzdienst bereits heute nicht mehr bis zum Ruhestand gesund und sicher ausüben.“